AusstellenAusstellen heisst die Harmonie trüben. |
![]() |
| Das MEN trägt zum Aufschwung derjenigen Museen bei, die dem Alltäglichen gegenüber offen sind. Schon längst sind seine Ausstellungen als erneuernd, anregend, sogar provozierend anerkannt. Sie unterbreiten den Besuchern neuartige Überlegungen um eine Thematik herum, welche eng an die Aktualität gebunden und in Perspektive gesetzt ist; ein Blickwinkel, der sowohl in die Ethnologie verwickelt als auch davon entfernt ist. Sie verbinden unterschiedslos das Hier und das Anderswo, das Hervorragende und das Gewöhnliche, das Handwerkliche und das Industrielle ebenso wie viele Zeichen einer komplexen und kulturorientierten Wirklichkeit. In einem solchen Rahmen werden die Gegenstände nicht um ihrer selbst Willen ausgestellt, sondern weil sie sich in die Ausführung einfügen, weil sie Beweismittel einer Geschichte werden, welche die eine oder andere ihrer Eigenschaften, ob diese nun ästhetisch, funktionell oder symbolisch seien, unter einen Blickwinkel stellt. Manchmal als kritisch oder verunsichernd erklärt, zielt eine solche Methode darauf hin, den Besuchern eine Relativierung ihrer Beobachtungen, eine Umgestaltung ihres Wissens und eine Hinterfragung ihrer Überzeugungen zu erlauben, um sie so zu einem Überdenken ihrer Wirklichkeiten hinzuführen.
|
|
| Mise à jour le 30.11.1998 [Webmaster] | |