Spielregel

1991: Henri Dorion, Direktor der internationalen Angelegenheiten am Musée de la Civilisation in Québec, besucht das MEN.

Im Verlauf eines Mittagessens wirft er die Idee auf, die jeweiligen Vorgehen von Québec und Neuchâtel zu verbinden und schlägt vor, das Grenobler Museum Dauphinois zum Anschluss an das Duo einzuladen.

Pas éduqués à la même enseigne

  
1992: Die drei Museen entschliessen sich zur Zusammenarbeit. Im Rahmen der 16. Hauptkonferenz des internationalen Museumsrates (ICOM) findet am 19. September in Québec eine erste Diskussion statt. Die Mauer, die Liebe, der Kuss, der Rand, die Attrappe, der Bruch, die Kälte, die Waffen und die Fährte sind einige der genannten Themen um Eine Ausstellung, drei Arten zu verwirklichen.

1993: Nach einem ausführlichen Briefwechsel wird am 24. Februar in Paris ein Übereinkommensprotokoll von den drei Direktoren Roland Arpin, Jean Guibal und Jacques Hainard unterzeichnet. Der Titel Der Unterschied wird schliesslich vorgemerkt.

1995: In dieser Zeit der Netzwerke, der Telefonkonferenzen und der Multimedien haben die anwesenden Partner paradoxerweise eine Vereinbarung der Nicht-Kommunikation, was den Inhalt der Ausstellung betrifft, unterschrieben, indem sie die Undurchlässigkeit der nebeneinandergestellten Durchführungen wählten. Nichts ist durchgesickert, weder von Grenoble nach Québec, noch von Québec nach Neuenburg, noch von Neuenburg nach Grenoble.

Diese museographische Erfahrung stellt eine Weltpremiere dar: drei französischsprachige Museen schliessen sich zusammen, um wie in einem Triptychon drei ethnologische Überlegungen zu einem Thema zusammenzufügen und 1995 im MEN, 1996 im Museum Dauphinois von Grenoble und 1997 im Musée de la Civilisation in Québec zu zeigen.

Die Veröffentlichung wird ebenso in drei verschiedenen Teilen verwirklicht, da jedes Museum sein eigenes Werk, ausgehend von der um das gewählte Thema geführten Diskussion, ausgearbeitet hat. Das während der Ausstellungsvorbereitung gesammelte theoretische Material findet sich so verstreut in drei Bänden, von denen jeder auf seine Art eine Teilsynthese darstellt.

Bilan de l'expérience (voir fin de la page française)

   
  

  

Mise à jour le 18.09.1998  [Webmaster]