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Zwischen dem 16. und dem 18. Jahrhundert ist es in allen Sparten des
Wissens, namentlich in jener der Naturwissenschaften auf der Grundlage der Arbeiten von
Linné und Buffon, zu gründlichen Brüchen gekommen. Das alte System der Beziehungen
zwischen Mikrokosmos und Makrokosmos, welches von der Mythologie ausging, ist durch die
Suche nach einer vollständigen Einordnung der Welt ersetzt worden. Der Begriff des
Unterschiedes hat während dieser Zeit seine moderne Bedeutung gewonnen, diejenige des
logischen Operateurs, der zum messen, einschätzen, bestätigen und bestimmen einer
Abweichung von einer Norm oder eines geregelten Systems dient.
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| Heutzutage
ist die Arbeit des Unterschiedes in allen Sparten des Sozialen spürbar. Das Werkzeug, das
er darstellt, hat, auf die Intelligenz angewendet, die Absicht, den Intelligenzquotienten
einer Einzelperson mit Hilfe eines kulturell orientierten Tests (IQ) zu messen, diese
Person auf einer Werteskala einzuordnen, sie durch das Angebot oder die Verweigerung des
Zuganges zu einer sozialen Funktion zu billigen, und zu bestimmen, ob diese Person genial,
normal oder beschränkt sei. |
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| Aber dieser
beinahe klinische Vorgang scheint systematisch immer mehr aufgewogen zu werden durch
utopische Reden im Stil «alle verschieden, alle gleich», welche dazu neigen, die
Wünsche nach Gleichheit mit der Wirklichkeit, in welcher wir leben und welche immer
selektiver und ungleicher wird, zu verwechseln. Diesen Unterschied untersucht das Team des
MEN in erster Linie, über sieben Tage einer modernen Entwicklung hinweg, welche die
soziale Schaffung der Ungleichheit hervorruft. Das Thema schliesst auf das Risiko hin ab,
eine Bedeutungsauflösung, verbunden mit einem neuerlichen Bruch, zu durchlaufen: dem
Bruch eines unerbittlichen Abgleitens in eine theoretisch mögliche
Gesellschaft.
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