Pom pom pom pom: une invitation à voir la musique

Jede Zeit hat ihre Musik, und diese ist privilegierter Analysator der Funktionsweise der Gesellschaften, die sie spielen und die von ihr gespielt werden. Die Musik wird daher als sozio-kulturelle Ganzheit betrachtet und nicht als isolierte Erscheinung. Die Gestalter der Ausstellung Pom pom pom pom präsentieren in dieser Perspektive eine Betrachtung über die erstaunlichsten Auszüge der Ton-Spur unserer Epoche und über die mit ihr zusammenhängenden Aktivitäten.
Die Ausstellung legt zuallererst Wert auf die innere Erfahrung und die Dimension des Zeremoniellen: das Raunen der Stille, Ausgangspunkt jeder Musik; das Bedürfnis nach dem Zustand der Leere, ausgedrückt in der Meditation; der Wunsch nach Erfülltheit, der sich in der Anziehungskraft weltlicher und religiöser Liturgien manifestiert.

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Danach ruft sie einen Raum der sozialen Begegnungen und Bestätigungen hervor: gemeinschaftliches Aufgehen in Gesang, Tanz und Fest; soziales Abheben durch Ablehnung des Geschmacks des Anderen; Ausdruck eines ethnischen oder nationalen Ursprungs mittels der Emblematik und der Typifizierung.

Sie befasst sich auch mit dem Gewicht der Musik innerhalb der Machtverhältnisse, die die heutigen Gesellschaften strukturieren: Ballung und Masseneffekte im Open-air-Konzert wie im Fussballstadium; Produktion und Massenkonsum im Supermarkt, im Flughafen und im Restaurant; Ausrichtung und Konformität an den Orten ideologischer Indoktrination; ohne die Mechanismen der Selbstverteidigung zu vergessen, die Infragestellungen und die Widersprüche, die aus diesen Machtspielen hervorgehen.

Schliesslich streift sie mit einer aufdringlichen Projektion eines «akustischen tag's» aus dem Internet die neuen audiovisuellen Kommunikationsformen. So weist sie auf eine gleichzeitig lächerliche und parodistische Weise auf die Macht und die kalte Gleichgültigkeit der digitalen Technologien hin.

  

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Mise à jour le 28.11.2003  [Webmaster]