Das ethnographische Museum Neuenburg
|
|
Die
Geschichte der Sammlungen des ethnographischen Museums Neuenburg (MEN) geht auf das
18. Jahrhundert zurück, als 1795 die ersten aus dem naturhistorischen Kabinett des
Generals Charles Daniel de Meuron hervorgegangenen Stücke der Stadt Neuenburg überreicht
wurden.
|
|
Cuirasse.
Esquimau. Région du détroit de Béring, Alaska. Huit plaques divoire de morse et
une plaque dos de baleine reliées par des lanières de cuir. MEN VI.193. Don Alfred
et Antoine Borel, 1882. |
|
|
|
|
Das ethnographische Museum Neuenburg
|
|
| Ein Gartenzwerg neben
einer Fang-Maske und einer Dose geschälter Tomaten, Stiefeletten von Elvis Presley, eine
Nkisi-Statue, die in einer Badewanne taucht, durchsichtiges Pepsi auf einer Waschmaschine,
ein Pirat aus Tim im Land der Sowjets, ein Dancing im Reich des Voodoo,
Spice-Girls-Schleckstengel und Barbie-Teigwaren, das alles und noch viel mehr war in den
Ausstellungen des MEN Objets prétextes, objets manipulés, Les ancêtres
sont parmi nous, Le Trou, Si
, Marx 2000, Pom pom pom pom
und Hinter den Bildern zu sehen. Solche Ausstellungen unterbreiten den Besuchern neuartige Überlegungen um eine Thematik herum, welche eng an die Aktualität gebunden und in Perspektive gesetzt ist; ein Blickwinkel, der sowohl in die Ethnologie verwickelt als auch davon entfernt ist. Sie verbinden unterschiedslos das Hier und das Anderswo, das Hervorragende und das Gewöhnliche, das Handwerkliche und das Industrielle ebenso wie viele Zeichen einer komplexen und kulturorientierten Wirklichkeit. In diesem Rahmen werden die Gegenstände nicht für sich selbst ausgestellt, sondern weil sie sich in die Ausführung einfügen, weil sie Beweismittel einer Geschichte werden, welche die eine oder andere ihrer Eigenschaften, ob diese nun ästhetisch, funktionell oder symbolisch seien, unter einen Blickwinkel stellt. Manchmal als kritisch oder verunsichernd erklärt, zielt eine solche Methode darauf hin, den Besuchern eine Relativierung ihrer Beobachtungen, eine Umgestaltung ihres Wissens und eine Hinterfragung ihrer Überzeugungen zu erlauben, um sie so zu einem Überdenken ihrer Wirklichkeiten hinzuführen.
|
|
| Esquimau
géant. Suisse. Sagex, laque, bois. MEN 99.20.1. Réalisé par JPZ et son équipe. Glace enrobée quon tient, comme les sucettes, par un bâton, lesquimau est couramment consommé à lentracte par une bonne partie des cinéphiles de la société occidentale. La mégalisation présentée ici évoque le pop art qui, avec Oldenburg, Rosenquist et Warhol a mis en évidence les travers de la société de consommation et la fascination quelle exerce. Posé dans un lieu ethnographique, il souligne la difficulté dattribuer les objets à des catégories étanches relevant exclusivement des beaux-arts, de la marchandise, de la manufacture, de lart populaire, du sacré ou du profane, de lexceptionnel ou du quotidien. |
|
|
|
|
| Mise à jour le 28.11.2003 [Webmaster] |