Das ethnographische Museum Neuenburg

  

Die Geschichte der Sammlungen des ethnographischen Museums Neuenburg (MEN) geht auf das 18. Jahrhundert zurück, als 1795 die ersten aus dem naturhistorischen Kabinett des Generals Charles Daniel de Meuron hervorgegangenen Stücke der Stadt Neuenburg überreicht wurden.
Nach mehreren Umzügen und Aufteilungen wurde der ethnographische Bestand auf den Saint-Nicolas Hügel in die von James-Ferdinand de Pury geschenkte Villa verlegt, um dort das MEN einzurichten; dies wurde am 14. Juli 1904 eingeweiht. 1954-1955 wurde ein für die vorübergehenden Ausstellungen bestimmtes Gebäude erbaut, dessen Nordfassade mit einer Wandmalerei von Hans Erni, Les conquêtes de l´Homme (Die Errungenschaften des Menschen), dekoriert ist. 1986 fügte sich ein weiterer Neubau zwischen die beiden schon bestehenden, um eine Erweiterung des Instituts für Ethnologie der Universität zu erlauben. Obwohl finanziell getrennt, ergänzen sich die beiden Institutionen sehr gut. Sie teilen dieselbe Bibliothek und setzen sich bei Gelegenheit für gemeinsame Vorhaben ein.
Heutzutage verwahrt das MEN ungefähr 30'000 Objekte, von denen mehr als die Hälfte den afrikanischen Sammlungen angehört: Ost- und Südafrika; das Angola der dreissiger Jahre; Sahara und Sahel (Tuareg und Mauren); Gabon. Es bewahrt auch asiatische, eskimoische und ozeanische Sammlungen, aussereuropäische Musikinstrumente und Werke aus dem alten Ägypten auf.

  

Cuirasse. Esquimau. Région du détroit de Béring, Alaska. Huit plaques d’ivoire de morse et une plaque d’os de baleine reliées par des lanières de cuir. MEN VI.193. Don Alfred et Antoine Borel, 1882.
Les groupes d’Esquimaux de la région du détroit de Béring se sont adonnés entre eux à des activités belliqueuses du XIe siècle, époque à laquelle l’arc a été réintroduit dans l’Arctique américain à partir de la Sibérie, jusqu’à la pacification imposée par les Blancs au XIXe siècle. Au cours de la seconde moitié du XIXe siècle, les habitants des îles St-Laurent et Diomède étaient ligués avec les Esquimaux d’Asie contre les Esquimaux parlant yupik du côté américain du détroit de Béring. Ces derniers étaient également en guerre avec leurs voisins du nord et du sud, et avec les Indiens. Les cuirasses, dont la forme et la grandeur variaient, protégeaient de l’impact des flèches. Alors que les armures de protection étaient généralement en cuir du côté sibérien et en os à l’île St-Laurent, elles étaient fréquemment en ivoire du côté alaskan du détroit.
Réf. Bandi 1974-75; Fitzhugh et Kaplan 1982; Malaurie 1974; Nelson 1899; VanStone 1983; Csonka 1988.

Le MEN

  

  

     

Das ethnographische Museum Neuenburg

  

Ein Gartenzwerg neben einer Fang-Maske und einer Dose geschälter Tomaten, Stiefeletten von Elvis Presley, eine Nkisi-Statue, die in einer Badewanne taucht, durchsichtiges Pepsi auf einer Waschmaschine, ein Pirat aus Tim im Land der Sowjets, ein Dancing im Reich des Voodoo, Spice-Girls-Schleckstengel und Barbie-Teigwaren, das alles und noch viel mehr war in den Ausstellungen des MEN Objets prétextes, objets manipulés, Les ancêtres sont parmi nous, Le Trou, Si…, Marx 2000, Pom pom pom pom und Hinter den Bildern zu sehen.
Solche Ausstellungen unterbreiten den Besuchern neuartige Überlegungen um eine Thematik herum, welche eng an die Aktualität gebunden und in Perspektive gesetzt ist; ein Blickwinkel, der sowohl in die Ethnologie verwickelt als auch davon entfernt ist. Sie verbinden unterschiedslos das Hier und das Anderswo, das Hervorragende und das Gewöhnliche, das Handwerkliche und das Industrielle ebenso wie viele Zeichen einer komplexen und kulturorientierten Wirklichkeit.
In diesem Rahmen werden die Gegenstände nicht für sich selbst ausgestellt, sondern weil sie sich in die Ausführung einfügen, weil sie Beweismittel einer Geschichte werden, welche die eine oder andere ihrer Eigenschaften, ob diese nun ästhetisch, funktionell oder symbolisch seien, unter einen Blickwinkel stellt. Manchmal als kritisch oder verunsichernd erklärt, zielt eine solche Methode darauf hin, den Besuchern eine Relativierung ihrer Beobachtungen, eine Umgestaltung ihres Wissens und eine Hinterfragung ihrer Überzeugungen zu erlauben, um sie so zu einem Überdenken ihrer Wirklichkeiten hinzuführen.
  

  

Esquimau géant.
Suisse. Sagex, laque, bois. MEN 99.20.1. Réalisé par JPZ et son équipe.

Glace enrobée qu’on tient, comme les sucettes, par un bâton, l’esquimau est couramment consommé à l’entracte par une bonne partie des cinéphiles de la société occidentale.

La mégalisation présentée ici évoque le pop art qui, avec Oldenburg, Rosenquist et Warhol a mis en évidence les travers de la société de consommation et la fascination qu’elle exerce.

Posé dans un lieu ethnographique, il souligne la difficulté d’attribuer les objets à des catégories étanches relevant exclusivement des beaux-arts, de la marchandise, de la manufacture, de l’art populaire, du sacré ou du profane, de l’exceptionnel ou du quotidien.

Le MEN

  

  

  

Mise à jour le 28.11.2003   [Webmaster]