Der Club der Freunde der Malerei

  

1959 gründete Pierre Beck, der sich schon seit einiger Zeit der Aquarellmalerei hingegeben hatte, den Club der Freunde der Malerei. Zusammen mit zwei Freunden, beides Maler, gab er ein Inserat in der Zeitung auf und fand so 24 Gleichgesinnte.
1969 zählte der Club rund 40 Mitglieder. Er richtete sich in der Rue du Seyon 9 ein, wo er bis heute geblieben ist.
Von 1959 bis 1969 veranstaltete der Club auf der Ville de Neuchâtel, einem Schiff, das jeweils zum «Schwimmenden Salon der Freunde der Malerei» umgestaltet wurde, jedes Jahr eine Ausstellung. Seit 1989 finden diese jährlichen Ausstellungen aus praktischen Gründen im Peristyl des Rathauses statt.
Der Club bietet Kurse für CHF 30.– an, die über zwei Monate hinweg jeden Freitagabend stattfinden. Wem Kurse und Atmosphäre gefallen, der kann einen Antrag auf Mitgliedschaft stellen.
Ein Kursleiter unterrichtet so jedes Jahr an 35 Abenden nach einem vorgegebenen Programm. Je nach Interesse der Teilnehmer und Disponibilität des Kursleiters können am Mittwochabend andere Kurse, beispielsweise Modellieren, stattfinden. Auch für Unterhaltung ist gesorgt: im Winter werden abends Veranstaltungen in den eigenen Räumlichkeiten organisiert, im Sommer finden sie im Freien statt.

Rosemarie Di Giusto-Schumacher, Präsidentin.
  

  

Le Club des Amis de la Peinture

  

Artistes ayant exposé dans le cadre du Club: Diana Barina, Mario Bourquin, Michel Brügger, Jacques Brouck, Danielle Chasles, Armand Clerc, Ruth De Metsenaere, Rosemarie Di Giusto-Schumacher, Gérard Donzé, Marlène Gilliand, Berti Greter, Elisabeth Grisel, Jean-Claude Jaberg, Béatrice Lecomte, Rose Mellana, Irène Otter, Marie-Josée Paratte, Evelyne Ramseyer, Erica Rosset, Maria Rousseau, Marianne Schneeberger, Micheline Sidler, Jacques Tissot, Ruth Vouillamoz.

  

  

Der Peristyl des Rathauses

  

«Auf der ganzen Welt arbeiten professionelle Künstler mit dieser extrafeinen Aquarellfarbe (Talens), weil ihre leuchtenden Farben sogar über Jahrhunderte bestehen bleiben.» Die Farbläden sind sehr aufschlussreich, was die Auffassung ihrer Hauptkundschaft, der Amateurmaler, von Kunst betrifft: Deren Beschäftigung setzt in Bezug auf Wahl und Qualität der Produkte offensichtlich einen ganz besonders hohen Anspruch voraus: Feinheit, Glanz, Intensität, Leuchtkraft, Viskosität, Mischbarkeit, Deckkraft, Transparenz, Reinheit der Pigmente und ihr hoher Gehaltsanteil, Einheitlichkeit beim Trocknen, sogar ihr unveränderlicher Charakter und ihre Lichtechtheit. Ob es sich nun um Öl-, Acryl-, Aquarell- und Temperafarben handelt, oder auch um Pastell, Kreide oder Bleistifte – die Farben scheinen bis ins Unendliche zu reichen, mit einer extrem grossen Auswahl von Zwischentönen. Die angebotenen Marken haben prestigeträchtige Namen mit einem Bezug zu berühmten Malern wie Van Gogh und Rembrandt oder zu symbolbeladenen Orten wie Lascaux und der Louvre («C’est en travaillant avec Louvre qu’on finit au musée»). Sie stellen neue Technologien in den Vordergrund, versuchen diese in die Geschichte der Malerei zu integrieren und verheissen die Unvergänglichkeit der Materie und des Werkes.

 
  

Le Club des Amis de la Peinture

  

Je n’ai pas connaissance d’une histoire de l’art qui aille jusqu’à prendre en compte les œuvres des peintres du dimanche. Toutefois, les historiens ont travaillé, ces derniers temps, à mettre au jour, ou à réévaluer, des œuvres jusqu’alors négligées. Sur l’écran de l’éclectisme postmoderne, des recherches singulières ou inclassables, des styles archaïsants ou académiques, etc., affleurent et trouvent une résonance en regard de la variété des œuvres contemporaines.

Catherine Millet. 1997. L’art contemporain. Paris: Flammarion, p. 75.

  

> Matériel de peinture.
Couleurs Fillistorf. 15, rue de l’Ecluse, 2004 Neuchâtel.

  

  

  

Mise à jour le 28.11.2003   [Webmaster]