Die Krypta
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Mit dem Vorschlag, die Nation zur Besitzerin der kirchlichen Güter zu machen, warf Mirabeau eine gewaltige Frage auf, die durch die Revolutionskämpfe gegen die «Monumente des Aberglaubens» noch verschärft wurde: Was sollte aus den Gemälden und Skulpturen werden, die in erster Linie Kultobjekte waren, die ihre Bedeutung und vielleicht auch ihre Schönheit aus der Pietät bezogen, die sie umhüllte. Konnten sie, losgelöst vom religiösen Umfeld und ihrer Symbolik entledigt, zu «Kunstwerken» werden ? Roland Schaer. 1993. Linvention des musées. Paris: Gallimard, S. 53. Sculpteur inconnu. XVe siècle. Vierge de piété (en deux parties). Haut-Valais. Bois sculpté, polychromie dorigine. H.: 86,5 cm. Christ amovible, remplacé par un Christ enfant pendant la période de Noël. Coll. privée. |
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| Artisan inconnu. XIXe siècle. Tapis
afghan-hatchlou. 279 x 184 cm. Prêt Hans Hassler SA, Neuchâtel. No
374 348. |
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Die Religion der Kunst ist, wie auch die Religion der Politik, auf den Ruinen des Christentums entstanden. Die Kunst hat von der alten Religion die Macht geerbt, Dinge zu weihen und ihnen eine Art Ewigkeit zu verleihen: Die Museen sind unsere Tempel, und die Objekte, die dort ausgestellt sind, befinden sich jenseits der Geschichte; die Politik oder genauer gesagt: die Revolution hat die andere Funktion der Religion konfisziert: den Menschen und die Gesellschaft zu verändern. Die Kunst war Askese, ein spirituelles Heldentum; die Revolution war der Bau einer universalen Kirche. Octavio Paz. 1974. Hommage aux mains: artisanat contemporain mondial. Neuchâtel: Ides et Calendes, S. 17-18.
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Die Krypta
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Die kirchliche Tradition [ ] hat ein stark verankertes Ideal spiritueller Erfahrung und eine Gewohnheit der religiösen Aufmerksamkeit und Pietät den Kunstwerken gegenüber vermittelt. Sie hat auch aus dem Klerus heraus eine Klasse von Intellektuellen geschaffen, um diese spirituelle Erfahrung und den damit zusammenhängenden Diskurs zu leiten und zu steuern. Der Glaube ist verlorengegangen, aber die religiösen Gefühle und die Gewohnheiten einer enthaltsamen Spiritualität sind geblieben. Sie haben sich in eine Religion der schönen Künste verwandelt, in ein neues Reich hoher Spiritualität, das von einer neuen Klasse von Hohepriestern, den Künstlern und den intellektuellen Kritikern, regiert wird. Richard Shusterman. 1991. Lart à létat vif: la pensée pragmatiste et lesthétique populaire. Paris: Minuit, S. 178.
Lausanne, 19 mai 1999 Cher Marc-Olivier, Pour votre expo qui souvrira le 12 juin, avez-vous consacré un espace à Jésus-Christ ? Je veux parler dun artiste exemplaire de la modernité et remonter au-delà de lincontournable Duchamp, dYves Klein et de Beuys. Il y a deux mille ans, Jésus-Christ na pas pris la peine décrire la moindre ligne, sest offert le luxe de happenings plus stupéfiants les uns que les autres avec ses miracles, sest permis une pratique incomparable du body art, dabord avec la résurrection de Lazare puis au Golgotha, enfin sest autorisé, avec leucharistie, une théâtralisation de lart qui est symptôme de sa transformation en événement. Avec lespoir que le soleil sera de la fête samedi 12, je tenvoie mes joyeuses salutations. Avec ma main amie. D. Rd
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vidéo Fabrica.
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| Mise à jour le 28.11.2003 [Webmaster] |