Das Museum für Kunst und Geschichte

  

Das Museum für Kunst und Geschichte von Neuenburg (MAHN) wurde 1885 eröffnet. Das Gebäude wurde von der Stadt Neuenburg unter der Leitung des Architekten Léo Châtelain eigens zu dieser Bestimmung errichtet. Unter dem vielsagenden Namen «Palais des Beaux-Arts" (Palast der schönen Künste), wurde es von den öffentlichen und privaten Förderern dazu bestimmt, die verstreuten Sammlungen aufzunehmen, die die Stadt zusammengetragen hatte – Sammlungen aus dem Bereich der schönen wie auch der angewandten Künste, der Numismatik und ganz allgemein der Geschichte und Frühgeschichte.
So entstand eine doppelte Institution, die aus einem Kunst- und einem Geschichtsmuseum unter dem gleichen Dach bestand. Der Besucher wurde aufgefordert, in einem Rundgang vom Keller bis ins erste Stockwerk hinauf alle Entwicklungsetappen der lokalen Zivilisationen zu durchlaufen. Hunderte von Objekten, aus bunt zusammengewürfelten Sammlungen illustrierten diese Etappen: Werkzeuge aus dem Neolithikum, Spuren aus dem Mittelalter, Porzellan, Textilien, Möbel, Schmuck, Stiche, Skulpturen, Gemälde…
Seit 1990 präsentiert sich das MAHN als Museum mit vier Abteilungen (bildende Künste, angewandte Künste, Numismatik, Geschichte); jede steht unter der Leitung eines Konservators oder einer Konservatorin. Diese Aufteilung der Kompetenzen entspricht zwar den wissenschaftlichen Anforderungen von heute, sie vervielfacht aber den musealen Gestus innerhalb einer Institution, die immer mehr Mühe hat, dem Blick der Besucher eine Einheit entgegenzuhalten. Die zuständigen Leiter stehen heute vor einer neuen Herausforderung gegenüber.
 

Le Musée d'Art et d'Histoire de Neuchâtel

Christiane Dubois. 1998. Scène de genre. Huile sur papier marouflé sur toile. 120 x 140 cm. Créée dans le cadre d’une exposition du Musée d’Art et d’Histoire de Neuchâtel, intitulée: Temps dense: un dialogue artistique 1848-1998. (20.02-18.04.1999). Pour cette exposition triennale de la Section neuchâteloise de la Société des peintres, sculpteurs et architectes suisses (SPSAS), le département des arts plastiques du Musée d’Art et d’Histoire de Neuchâtel a proposé aux artistes neuchâtelois de cette fin de siècle de se laisser inspirer par des œuvres datant de l’époque où Neuchâtel, par la révolution ferme et paisible du 1er mars 1848, mit un terme à l’Ancien Régime et se donna un statut républicain.

Claude [Claudius] Jacquand (1804-1878). 1834. Voltaire est arrêté à Francfort en 1753. 65,5 x 93 cm. MAHN - inv. AP 20.

Aux parois et dans une vitrine, divers objets familiers du type de ceux que l’on peut voir sur les tableaux de Jacquand: une épée d’officier, un encrier et un nécessaire d’écriture de voyage, des boucles de souliers masculins, des lunettes, etc.

Dans une autre vitrine, une lettre de Frédéric II, roi de Prusse, à ses sujets neuchâtelois, munie de sa signature autographe.

  

  

  

Die Museen für Kunst und Geschichte

  

Die Museen für Kunst und Geschichte gehören zur Familie der grossen öffentlichen Institutionen mit enzyklopädischem Charakter, die von den jungen Nationen des 19. Jahrhunderts als Nachfahren der Kuriositätenkabinette geschaffen wurden, die ihrer Form und ihrem Wesen nach eindeutig zum Ancien Régime angehörten. Diese neuen Tempel, die den Stempel der rationalistischen Philosophie des Fortschritts trugen und in denen das schöne Kunstwerk und das Pittoreske des Alltags nebeneinander Platz fanden, hatten ursprünglich den vermessenen Auftrag, ihrem Publikum den mühseligen Weg zu zeigen, auf dem die Zivilisationen bis zum unvergleichlichen Glück der triumphierenden Modernität vorgedrungen sind.
Später, unter dem Schock des Zusammenbruchs der Werte (den die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts munter ausweidete), wurden sie für eine Zeitlang zum bevorzugten Zufluchtsort der sterilen Anhänger der «guten alten Zeit", in der die Maler angeblich noch gemalt und die Kunsttischler gekunsttischlert haben.
Heute aber haben Menschen, die den historischen Fakten genau so offen gegenüberstehen wie dem gewagtesten schöpferischen Akt, daraus einen der letzten Ausstellungsorte gemacht für diese vielsprachige Kultur, die nur ein steter Dialog zwischen früheren und modernen Künstlern auf dem Niveau eines lebendigen Humanismus halten kann.
In einer kulturellen Umgebung, die nur allzu gerne den theoretischen Ukassen und den rein verbalen Extravaganzen der Ereignismacher – die wir zwar auch brauchen – ihre Opfer darbringt, sind die Kunst- und Geschichtsmuseen ganz eindeutig Orte eines unerlässlichen Gleichgewichtes.

  

Le Musée d'art et d'histoire de Neuchâtel

  

Claude [Claudius] Jacquand (1804-1878). 1834. Jean-Jacques Rousseau, décrété de prise de corps par le Parlement, après la publication de l’Emile, prend congé, à Montmorency, en 1762, de la famille du Maréchal de Luxembourg. 76 x 89,5 cm. MAHN - inv. AP 21.

Christiane Dubois. 1998. Scène de genre. Huile sur papier marouflé sur toile. 120 x 140 cm. Créée dans le cadre d’une exposition du Musée d’Art et d’Histoire de Neuchâtel, intitulée: Temps dense: un dialogue artistique 1848-1998. (20.02-18.04.1999).

Aux parois et dans deux vitrines, divers objets familiers du type de ceux que l’on peut voir sur le tableau de Jacquand: une canne d’apparat, une coiffe de dentelle, un éventail, des boucles de souliers, des escarpins féminins, etc.

Dans une autre vitrine, une page originale et quelques échantillons végétaux tirés de l’herbier de Jean-Jacques Rousseau.

  

> Souche.

  

  

  

Mise à jour le 28.11.2003   [Webmaster]