Der Freihafen

  

Die Freihäfen, früher auf die Hafengebiete beschränkt, sind heute auch in der Nähe von Flughäfen und Bahnhöfen zu finden. Als Beispiele seien jene von Kopenhagen, Stockholm, London, Singapur, New York, Amsterdam, oder näher bei uns, jene von Zürich, Basel und Genf erwähnt.
Ein Freihafen besteht aus anonymen Hangaren und Lagerräumen. Sammler und Händler, aber auch Handelshäuser und Institutionen, können dort für eine unbeschränkte Zeit unverderbliche Waren lagern oder zoll- und steuerfreie Geschäfte abwickeln.
Die verfügbaren Räume werden vom Freihafen oder von Transitgesellschaften verwaltet und bieten einen ganzen Fächer von Möglichkeiten an. So können sie z. B. zu Luxusbüros oder zu Showrooms umgebaut werden.

Hangar de port franc

  
Laut einem Werbeprospekt "bedeutet die Zusammenarbeit mit den Freihäfen und Lagerhäusern der Genf AG eine Senkung der Lagerkosten, die Wahl der besten Versicherung mit den besten Bedingungen, eine Garantie für die Sicherheit der Ware, eine Reduktion der Auswirkungen der Mehrwertsteuer und der Zollgebühren auf die Haushaltsführung, Ausnutzen der Subtilitäten der Zollgesetzgebung".

Dank den Freihäfen können die Waren äusserst diskret mehrere Male den Besitzer wechseln, ohne den Ort zu verlassen.

  

«Dans ce musée interdit où passent les chefs d’oeuvres les plus divers, propriétaires, particuliers et institutions se donnent régulièrement rendez-vous: de Niarchos à Sotheby’s, du Louvre à Onassis... Inutile de compter sur la carte de presse pour franchir le seuil de cette caverne d’Ali Baba: seules les personnes qui ont déposé une oeuvre, ou leurs clients privilégiés, sont autorisés à y entrer.»

Jerry Khan. 1990. «En fraude et en exclusivité: le port franc de Genève». Les aventures de l’art n°2: 43.

  

> Prêt Rodolphe Haller SA, Ports Francs, Genève

  

  

     

Der Freihafen
     

Wie man weiss, ist die Schweiz eine Drehscheibe des internationalen Kunsthandels und eine regelrechte Hochburg für die Sammler. Dieses kleine Land mit seinen 800 Museen importiert angeblich jedes Jahr für eine Milliarde Schweizer Franken (ungefähr 4,3 Milliarden französische Franken) Kunstgegenstände; die privaten, sehr diskreten Sammler sind nirgends aufgelistet, es sind aber mit Sicherheit mehr als anderswo; die wichtigen Kunsthändler der Welt treffen sich jedes Jahr an der Basler Messe, von den Scharen von Zwischenhändlern und Maklern aller Art ganz zu schweigen. Dieses Völklein befürchtet das Inkrafttreten der Konvention Unidroit, zu deren "Vätern" Pierre Lalive gehört, eine friedliche Genfer Persönlichkeit, an sich kein Kopfjäger. […]
Der Kunstmarkt hat Mühe, die Schweizer Behörden zu verstehen, die sich – ihre liberale Haut abstreifend – daran machen, die Konvention Unidroit zu ratifizieren, zu deren Erstunterzeichnern sie im Juli 1996 gehörten. Für den Sammler George Ortiz handelt es sich um "eine Ablenkung vom Gold der Juden und von der Geldwäscherei hinter dem Bankgeheimnis". Die Antwort des Präsidenten von Christie’s Genf, François Curiel, ist ebenso brutal: "Ihrer grossen Freilager wegen, wo ein Kunstwerk für 100 Franken Eintritt findet und nach einiger Zeit mit drei oder vier Nullen mehr wieder herauskommen kann, will sich die Schweiz ein sauberes Gewissen erkaufen."

Emmanuel de Roux et Roland-Pierre Parginaux. 1999. Razzia sur l’art. Paris: Fayard, S. 315, 316.

 

Une série de nouveaux textes a donc été proposée, tous destinés à mieux encadrer le marché de l'art, à lui conférer une plus grande transparence, à obliger les différents acteurs à faire montre de plus de clarté et de responsabilité dans leurs transactions. Une conférence diplomatique organisée à Rome, en juin 1995, sous l'égide d'Unidroit, a abouti à l'adoption d'une convention internationale paraphée par vingt-deux pays, dont la France, la Suisse, les Pays-Bas, l'Italie et la Russie. Pour que ce texte entre en vigueur, il doit encore être ratifié par les parlements des pays signataires. Depuis le 22 juillet 1998, cinq pays ont répondu à cette exigence: la Lituanie, le Paraguay, la Roumanie, la Chine et l'Équateur. La Grande-Bretagne et les États-Unis, en revanche, ne l'ont ni signée, ni ratifiée. Dans les deux pays, et tout particulièrement dans le second, les marchands d'art et les musées y sont farouchement opposés.

Emmanuel De Roux et Roland-Pierre Parginaux. 1999. Razzia sur l’art. Paris: Fayard, p. 312-313.

  

  

  

Mise à jour le 28.11.2003   [Webmaster]