Die Unterführung
|
Seit einigen Jahren bietet die Stadt Neuenburg den Mitgliedern der
GSMBA (Gesellschaft Schweizerischer Maler, Bildhauer und Architekten) die Möglichkeit,
ihre Werke drei Monate lang in der Unterführung zwischen der Place Pury und dem
Hotel Beau-Rivage auszustellen. Sie gibt dafür jedes Jahr einen Betrag von 10'000 Franken
aus, der unter vier Teilnehmer aufgeteilt wird. Diese haben drei Monate Zeit, um eine
Reihe von Tafeln zu bemalen, die nach der Ausstellung von der Allgemeinen
Plakatgesellschaft (APG) gereinigt und dann einem neuen Künstler zur Verfügung gestellt
werden. Diese vergänglichen Werke haben die Doppelaufgabe, etwas Leben in eine als trist
und finster geltende Unterführung zu bringen und dem Künstler Austellungsmöglichkeiten
zu verschaffen.
|
|
Expositions individuelles: Piwnica pod Baranami,
Cracovie 1991, 1995; Art Club, Cracovie 1991; Centre Culturel Rotunda, Cracovie 1992;
Galerie Oko, (Pologne) 1994; Consulat général de Pologne à Lille (France) 1995; Galerie
Jatki, Nowy Targ (Pologne) 1995; Galerie Pod Lipami, Poznan (Pologne) 1995; Galerie
Kanonicza 1, Cracovie 1995; Musée régional Lomza (Pologne) 1996.
|
Die Unterführung
|
Für die politischen
Behörden erweist sich die Unterstützung von Künstlern als heikles Problem, vor allem in
Zeiten mangelnder Finanzen. Sie greifen daher gerne zum sogenannten
«Giesskannenprinzip», das eine Antwort auf eine grosse Anzahl von Gesuchen ermöglicht.
In diesem Fall besteht die einzige kulturelle Entscheidung darin, dass man für jeden
tut, was man kann. Alte und junge Künstler sind so einander gleichgestellt. Jeder wird
unterstützt oder bestätigt. Besser noch, es gibt keine schlechten Projekte mehr, und die
finanzielle Berieselung gilt schlussendlich als ein Akt politischen Mutes. Documentation:
Laurence Boegli et Pascale Gazareth. 1998. Lart des questeurs: subventions et vie
culturelle en Ville de Neuchâtel. Neuchâtel: Direction des Affaires culturelles,
S. 113. Ce sont les REGARDEURS qui font les tableaux. On découvre aujourdhui le Greco; le public peint ses tableaux trois cents ans après lauteur en titre. Je mintéresse beaucoup à ce qui peut sécrire à propos de «la mariée mise à nu par ses célibataires, même». Vous admettrez tout de même que je sois a-clérical et que la genèse du «verre» ait été extérieure à toute préoccupation religieuse ou antireligieuse. Marcel Duchamp. 1994 [1975]. Duchamp du signe. Paris: Flammarion, p. 247.
> défense dafficher.
|
| Mise à jour le 28.11.2003 [Webmaster] |